
Nach unserem Besuch der Küste Ecuadors fahren wir zurück nach Cuenca, um von dort aus über Nacht mit dem Bus die Grenze nach Peru zu passieren. Unser Ziel ist der Ort Máncora an der peruanischen Küste.
Reisen ist anstrengend…
Wir setzen uns um 22.00 Uhr in den vollbesetzten Bus und nur wenige Minuten später fahren die beiden Sitze vor uns so weit zurück, dass wir kaum mehr Platz für unsere Füße haben. Der aus der sich drei Reihen hinter uns befindenden Toilette strömende Duft deutet darauf hin, dass dieser Bus schon länger ohne Grundreinigung umherfährt. Das versprochene Sandwich entpuppt sich schlussendlich als Cracker.
Macht nichts – „Johnny English“ läuft und das erheitert die gesamten Passagiere. Außerdem stürzt Christof beim Ausziehen seiner Weste auf die neben uns sitzende Nonne, und sorgt somit ebenso für gute Unterhaltung.
Um 1.00 Uhr erreichen wir die peruanische Grenze. Wir steigen aus dem Bus aus, gehen vorbei an vielen zu dicht belegten Flüchtlingszelten sowie an auf Matratzen schlafenden Jungfamilien und holen uns unsere Aus- bzw. Einreisestempel.
Eine Dame geht kurzzeitig verloren, sodass wir unsere Weiterfahrt erst zwei Stunden später antreten.
Bei unserer Ankunft in Máncora um 5.00 Uhr morgens werden wir von geschäftstüchtigen Tuk-Tuk-Fahrern erwartet, die uns natürlich viel zu teuer zu unserer Unterkunft bringen und zusätzlich unsere verschlafenen Umrechnungskünste der neuen Währung schamlos ausnützen.
In der Unterkunft angekommen, dürfen wir uns bis zum Eintreffen des Personals auf einem Mini-Sofa und einem Sitzsack ausruhen.
Doch es zahlt sich aus: Wir verzichten zwar auf weitere Surf-Versuche, da sich der angepriesene Surf-Hot-Spot als eine Welle mit viel zu vielen sich gegenseitig aus der Welle schiebenden Surfern erweist, verbringen aber nochmals drei tolle Strandtage und genießen die Sonne, bis zu unserer Weiterfahrt nach Trujillo.
Die Fahrt nach Trujillo beginnt und endet mit einer lustigen Taxifahrt. Das Tuk-Tuk, welches uns eigentlich zur Busstation bringen sollte, weist für uns und unser Gepäck zu wenig Leistung auf und muss somit schlussendlich von uns zur Busstation geschoben werden.
Nachdem wir mit zwei Stunden Verspätung starten und mit einem uralten Bus, aus dem die Fensterscheiben herauszubrechen drohen gemeinsam mit schnarchenden und laute Videos schauenden Passagieren eine doch erstaunlich angenehme 10-stündige Fahrt haben, werden wir in Trujillo mit einem noch älteren Auto, dessen Fahrer es als Taxi beschreibt, wieder einmal viel zu teuer zu unserer Unterkunft gebracht.

In Trujillo spazieren wir durch die von bunten Häusern gesäumten Straßen und schauen uns am Abend „König der Löwen“ im Kino an.
In der Nähe von Trujillo befindet sich die aus Lehm gebaute Stadt „Chan Chan“. Sie gilt als die Hauptstadt der Prä-Inka-Kultur Chimú und wird als aufgrund der Verwitterung stark gefährdetes Weltkulturerbe gut geschützt.
Nach unserem Kurzbesuch in Trujillo setzen wir uns erneut für 9 Stunden in einen Nachtbus. Dieses Mal wählen wir ein teureres Busunternehmen und das zahlt sich definitiv aus: Eingecheckt wird wie am Flughafen, im Bus bekommen wir einen Snack und wir dürfen mehr Beinfreiheit als im Flugzeug genießen. Unser Ziel ist die Stadt Huaraz, welche auf über 3000m inmitten der Anden liegt. Hier wollen wir nun mehr Zeit zum Klettern und Wandern verbringen.























