
Arequipa – die weiße Stadt – liegt im Süden Perus und hat es uns angetan. Der wunderschöne Plaza de Armas, welcher von der Kathedrale und anderen mächtigen weißen Gebäuden umsäumt wird, und dessen Zentrum einen Treffpunkt für Einheimische und Touristen darstellt, bietet auch für uns einen perfekten Platz zum Snacken und Sonne tanken.
Daneben freuen wir uns über die vielen netten Cafés der Stadt, auf deren Dachterrassen wir einen großartigen Ausblick genießen können. Besonders beeindruckt uns hierbei der Blick auf die an die Stadt grenzenden Vulkane. Im Gebiet Arequipa gibt es mehr als 100 Vulkane, wobei sich drei tatsächlich innerhalb des Stadtgebietes befinden.
Die Herkunft des Baumaterials der Gebäude des historischen Zentrums Arequipas erkunden wir genauer bei einer Tour zur „Ruta del Sillar“. Auch heute wird hier noch das aus tiefen Erdschichten stammende Material abgebaut und zu Ziegelsteinen verarbeitet.
Für uns ist es immer wieder lustig, wie solche Touren ablaufen: Wir sollten um 8.00 Uhr von einem Minibus vor einer Agentur abgeholt werden. Um pünktlich beim Treffpunkt zu sein, lassen wir unser Frühstück aus. Nachdem jedoch um 8.30 Uhr noch immer kein Bus zu sehen ist, machen wir uns verärgert auf den Weg zurück zur Unterkunft. Plötzlich läutet es und siehe da, wir werden um 8.45 Uhr abgeholt und starten, als ob nie anders geplant, mit der Tour.
Neben dem Erkunden der Stadt Arequipa genießen wir auch eine 3-Tages-Wanderung in den Colca-Canyon. Das Colca-Tal erweist sich als landwirtschaftlich sehr wichtig für die Region Arequipa und der sich durch dieses Tal schlängelnde Canyon gilt als der zweit größte der Welt.
Unsere Trekking-Tour beginnt um 3.00 Uhr in der Früh in Arequipa und bevor wir mit der Wanderung starten, besuchen wir einen Aussichtspunkt, von dem aus man den Flug der Andenkondore im Colca-Canyon sehr gut beobachten kann. Wir sind sehr beeindruckt, als ein Kondor mit einer Flügelspannweite von mehr als 3 m über unsere Köpfe fliegt.
Gemeinsam mit vier weiteren Personen machen wir uns auf den Weg in Richtung Grund des Canyons. Die starke Sonneneinstrahlung macht den Abstieg ganz schön anstrengend. Nach dem Überqueren des Colca-Flusses erreichen wir bald das kleine Dorf San Juan de Chuccho, welches uns für die erste Nacht Unterkunft bieten wird.
Sehr hungrig freuen wir uns auf ein Abendessen. Dieses erweist sich leider als enttäuschend: 4 Stück Pommes Frites, 4 Stück Oliven, eine Espressotasse Reis und drei Scheiben Tomate sind nicht ausreichend für uns. Gut, dass wir vorgesorgt haben und Brot für Notfälle mit dabei haben.
Nach einem ebenso ausgiebigen Frühstück, bestehend aus einer halben Banane und einem Stück Papaya, schlägt Christof einen neuen Gruppennamen für uns vor: „Grupo Weight Watchers“!
Gestärkt mit ein paar Müsliriegel wandern wir weiter, vorbei an einem weiteren kleinen Dorf – Die Schulkinder hier müssen täglich mindestens 200 Höhenmeter an Schulweg zurücklegen – bis hin zu einer Oase inmitten des ansonsten so trockenen Canyons.
Hier warten neben einem Pool viele Obst- und Gemüsebäume sowie verschiedenste bunte Blumen auf uns. Schön, dass wir hier einen Nachmittag lange entspannen können, bevor es am nächsten Tag wieder nach Oben geht.
Wir starten mit dem Aufstieg in der Nacht und kommen passend zum Frühstück oben am Canyon an. Grupo Weight Watchers wird am letzten Tag sehr gut versorgt: Es gibt zuerst ein Frühstück und danach ein Mittags-Buffet, bevor die Fahrt zurück nach Arequipa angetreten wird.
Nach einer tollen Zeit in Arequipa und Umgebung setzen wir uns einmal mehr in den Bus und machen uns auf den Weg nach Cusco!




















































