
Nach unserer spannenden Zeit in Paraguay fahren wir weiter nach Argentinien. Wir haben zwei anstrengende Busreisetage bzw. -nächte vor uns. Schön, dass die Busse in Argentinien sehr komfortabel sind, wir viel Platz haben und sogar Abendessen und Frühstück serviert bekommen. Außerdem stören keine schnarchenden Fahrgäste unseren Schlaf.
Dennoch kommen wir nach unserem Busmarathon recht müde in Mercedes, einem kleinen Städtchen im Nordwersten Argentiniens an. Dazu kommt noch unsere erste Bankomat-Erfahrung im neuen Reiseland. Aufgrund der Wirtschaftskrise in Argentinien kann man nur sehr niedrige Geldbeträge beheben. So kommt es, dass wir für umgerechnet 60 € leider 10 € an Spesen bezahlen müssen. Ärgerlich.
Am Busbahnhof wartet bereits ein Pickup-Fahrer auf uns, welcher uns in den weitere drei Fahrstunden entfernten Nationalpark Iberà bringt. Spannend: Auf dem Schotterweg in den Park gibt es kaum Kurven. Hier werden uns die Weiten Argentiniens das erste Mal so richtig bewusst. Das Land ist immerhin acht Mal so groß wie Deutschland, wobei hier nur halb so viele Menschen leben.
Unsere Lodge inmitten des riesigen Sumpfgebietes ist genau das, was wir nach der ermüdenden Anreise brauchen. Wir genießen neben morgentlichem Vogelgezwitscher und abendlichen Glühwürmchentänzen volle Verpflegung und einen Pool. Außerdem erkunden wir den Nationalpark mit seinen vielen für uns exotischen Lebewesen bei Tages- und Nachtwanderungen sowie bei einer Bootsfahrt.
Neben verschiedensten Vogel- und Sumpfwildarten, begeistern uns die vielen Kaimane und Wasserschweine ganz besonders.
Vier Tage Tierbeobachtung und 20 Stunden Busfahrt durch gefühlt unendlich große Weideländer später, erreichen wir Argentiniens zweitgrößte Stadt, Cordoba. Hier feiern wir Christofs Geburtstag mit leckerem argentinischen Steak und Wein. Dabei wird uns die wirtschaftliche Schieflage Argentiniens einmal mehr bewusst: Unser Abendessen ist extrem günstig. Der argentinische Peso wurde in den letzten Jahren enorm abgewertet.
Jetzt geht’s für eine Woche zum Klettern ins Umland der Stadt!









































